Luke 11:8 2026-07-18
Ich sage euch: Wenn er auch nicht deswegen aufstehen und ihm geben wird, weil er sein Freund ist, so wird er doch um seiner Unverschämtheit willen aufstehen und ihm geben, soviel er bedarf.
Was es bedeutet
Jesus erzählt von einem Mann, der nachts einen Freund um Brot bittet. Der Freund will nicht aufstehen – nicht aus böser Absicht, sondern weil es unbequem ist. Doch weil der Mann hartnäckig bleibt und immer wieder klopft, steht der Freund schließlich auf und gibt ihm, was er braucht. Die Lektion: Beharrlichkeit überwindet Widerstände, die Bequemlichkeit oder Gleichgültigkeit aufbaut.
Für heute
In einer Welt, in der wir schnelle Antworten erwarten und nach der dritten Absage aufgeben, spricht dieses Gleichnis gegen unsere Ungeduld. Es zeigt sich in echten Situationen: beim Arzt, der dich erst beim dritten Anruf ernst nimmt; beim Chef, der deine Gehaltserhöhung ignoriert, bis du sie mehrmals ansprichst; in Beziehungen, wo echte Veränderung erst kommt, wenn du nicht einfach stille hältst. Es geht nicht darum, nervtötend zu sein, sondern darum zu verstehen, dass legitime Bedürfnisse manchmal Wiederholung brauchen – und dass das normal und erlaubt ist.
Zum Mitnehmen
Deine Anliegen sind nicht weniger wert, nur weil andere sie beim ersten Mal ignorieren; manchmal ist Hartnäckigkeit nicht Aufdringlichkeit, sondern Selbstachtung.